Vitametik® bei Tieren
 
„Wer gut mit Pferden umgehen kann, der hört sie sprechen.
Wer sehr gut mit Pferden umgehen kann, der hört sie flüstern.
Aber wer nicht mit Pferden umgehen kann, der hört sie nicht einmal schreien.“
 
 
Das Pferd
 
Ein Pferd, das unter Schmerzen oder anderen Beschwerden leidet, hat eigentlich schon genug Probleme.
Wenn es dann auch noch an einen Menschen gerät, der zur letzt genannten Kategorie gehört, dann wird
seine Not noch viel größer. Es geschieht sehr oft, dass Pferde missverstanden werden.
 
Betrachtet man den Körper eines Pferdes, so erscheint dieses Tier wie geschaffen zum Reiten. Sein Rücken
bietet Platz für einen bequemen Sattel, ja, weist sogar eine leichte entsprechende Vertiefung auf. Die Beine
sind kräftig genug, zusätzliches Gewicht zu tragen, und Halfter und Trense halten problemlos am Pferdekopf.
 
Tatsächlich ist jedoch kein Tier dafür geboren, zusätzliches Gewicht zu tragen. Erst recht bringt es keine
natürliche Veranlagung dazu mit, menschliche Kommandos ohne entsprechende Vorbereitung zu verstehen.
Wenn ein Pferd geritten werden soll, muss es das erforderliche Training erhalten.
 
 
 
Es muss die gemeinsame „Sprache“ lernen, die zur Verständigung zwischen Mensch und Pferd entwickelt
wurde, und es muss eine Art „Rückenschule“ durchlaufen, um zu einer ökonomischen Traghaltung zu finden.
Das alles lernt ein Pferd Idealerweise während der Phase des Anreitens. Der Reiter muss es später aber immer
wieder an diese Dinge „erinnern“. Reiten ist stets eine aktive Handlung - kein Sich-Mitnehmenlassen. Nur wenn
Reiter und Pferd die nötigen Techniken beherrschen, ist Harmonie möglich.
 
Harmonie und Gleichgewicht
 
Wer sein Pferd wirklich verstehen und mit ihm in Harmonie sein will, muss zuerst folgendes begreifen:
Das Pferd ist kein Mensch, es verfolgt weder böse noch hehre Ziele. Wenn es uns freiwillig an seinem Leben
teilhaben lässt, so geschieht dies nicht aus „Großmut“, sondern aus Neugierde und Interesse, was der Mensch
gezielt nutzt.
 
 
 
Machen wir Menschen alles richtig, so nimmt das Pferd uns freudig mit in seine Welt. Es bringt uns die Natur
näher, stellt uns seine Kraft und Energie zur Verfügung und gibt uns dabei das Gefühl, gern mit uns zusammen
zu sein. Voraussetzung dafür ist, dass der Mensch bereit ist, einen konstruktiven Weg zu beschreiten, der mit Liebe
zum Pferd begleitet wird. Die Bereitschaft, das Pferd zu verstehen, ist noch wichtiger als das Ziel, es nur für seine
Zwecke zu nutzen. Auf diesem Weg gibt es viele Empfehlungen, Meinungen und Theorien, die verwirrend erscheinen.
 
Daher werden oft Fehler begangen, die eine Freundschaft zum Pferd zu einer Herausforderung machen.
Gerade auf diesem Weg ist nicht nur der Mensch sondern auch das Pferd in angespannter Stimmung.
Missverständnisse lösen - wie in allen Beziehungen - Verspannungen aus.
 
Muskelverspannungen verhindern einen harmonischen Bewegungsablauf. Die körpereigenen
Selbstheilungsprozesse sind irritiert, und oft entsteht dann ein Zwang, der die Situation nur noch verschlimmert.
Auch in dieser Hinsicht kann die Vitametik ® bei Menschen und Pferden unterstützend und begleitend empfohlen
werden.
 
Die häufigsten Ursachen, die zu Muskelverspannungen führen können:
  • Trauma
  •   kann durch Sturz, Stolpern, Ausrutschen, Festliegen in der Box oder auch in der Aufwachphase aus
      der Narkose verursacht werden.
       
  • Transport
  •   Unfälle, lange Transporte, grobe Fahrweise oder schlecht gefederte Hänger können zu
      Muskelverspannungen beitragen.
       
  • Bewegungsmangel
  •   Pferde lösen auf natürliche Art Verspannungen durch Buckeln oder Wälzen. Durch zu wenig freie
      Bewegung wird dem Pferd die Möglichkeit dazu genommen.
       
  • Sattel
  •   Die häufige Veränderung des Rückens eines Pferdes trägt dazu bei, dass ein Sattel, der anfangs gut
      sitzt, auf einmal nicht mehr richtig passt. Dieser Umstand zählt zu den häufigsten Ursachen, die zur
      Muskelverspannung führen können.
       
  • Reiter
  •   Muskelverspannungen eines Reiters können ebenfalls zu Rückenproblemen des Pferdes führen.
      Schiefes Sitzen ist nur eine der möglichen Ursachen.
     
  • Beschlag
  •   Falscher Beschlag und schlechte Hufpflege können nicht nur das Pferd in seiner Bewegung
      beeinträchtigen, es führt auch zur Fehlhaltung in der Muskulatur, die sich wiederum darauf
      abstimmen muss.
       
  • Geburtsprozess
  •   Geburtshilfe und schwere Geburten verhindern einen natürlichen Vorgang. Der Geburtsprozess ist
      daher für Pferd und Fohlen ein Vorgang, der zu Muskelverspannungen führen kann.
       
  • Leistung
  •   Ob Dressur-, Spring-, Gang-, Distanz-, Fahr- oder Westernpferde, sie bringen alle spezielle
      Leistungen. Jede Disziplin bringt Verspannungen mit sich, gerade weil in der Ausbildung ein
      unnatürlicher Prozess durchlaufen wird.
     
    Diese Beispiele zeigen Situationen aus dem täglichen Bereich. Hieraus können unerwünschte
    Verhaltensweisen des Pferdes entstehen, die eine weitere Gymnastisierung oder auch allgemeines
    Arbeitendeutlich erschweren.
     
    Schmerz wird immer Schonhaltung verursachen. Der Bewegungsablauf wird unnatürlich, und der Körper
    beginnt, dies mit Gegenanspannung in der Muskulatur zu kompensieren. Aufgrund dieser Kompensierung
    können mehr Nerven durch Kompression irritiert werden.
     
    Vitametik
     
    In der modernen Stressforschung wurde festgestellt, dass sich Stress zuerst als Anspannung der Hals- und
    Nackenmuskulatur zeigt. Wenn diese nicht gelöst wird, dehnt sie sich auf den ganzen Rücken aus und wird
    chronisch. An- und Verspannungen am Rücken haben zur Folge, dass Nerven gedrückt werden und dadurch
    der Informationsfluss vom Gehirn über das Rückenmark in den Körper eingeschränkt oder verfälscht wird.
     
    Nach diesem Prinzip reagiert der Körper des Menschen und auch des Tieres. Ein menschlicher Körper - wie
    auch der des Pferdes - besteht aus vielen Billionen Zellen. Alle Zellen brauchen Informationen vom Gehirn,
    um richtig zu arbeiten. Ist der Informationsaustausch gestört, entsteht zuerst Unwohlsein, Konzentrationsmangel, Leistungsminderung und irgendwann entsprechende körperliche Symptome.
    Quellen:
    "So verstehe ich mein Pferd" von Bayley/Lesley"
    Pferde verstehen" von Christiane Gohl